Die Schnittparameter für Kohlenstoffstahl müssen dynamisch an den Kohlenstoffgehalt, die Härte und die Bearbeitungsbedingungen des Materials angepasst werden. Schnittgeschwindigkeit und Werkzeugverschleiß sind wichtige Steuerungsfaktoren.
① Kohlenstoffarmer Stahl (AISI 1005–1026): Materialien mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,06–0,28 % neigen dazu, lange Späne zu erzeugen, was eine 15–20 %ige Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit erfordert, um die Oberflächengüte zu verbessern. Beim Schruppen kann die Schnitttiefe auf 2–3 mm eingestellt werden, wobei der spezifische Wert vom Werkzeugmaterial und der Werkstückhärte abhängt.
② Stahl mit mittlerem-Kohlenstoffgehalt (AISI 1029-1053): Im Bereich von 0,25 % bis 0,55 % Kohlenstoffgehalt ist die Oberflächengüte besser als bei Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Schnittgeschwindigkeit umgekehrt proportional zur Härte ist. Es wird empfohlen, die Schnittgeschwindigkeit pro 1 HRC-Steigerung der Härte um 5–8 % zu reduzieren.
③ Hoch-Kohlenstoffstahl (AISI 1055-1095): Ein Kohlenstoffgehalt von bis zu 1,03 % führt zu höheren Schnittkräften. Eine Schnittstrategie mit niedriger-Geschwindigkeit wird bevorzugt, und der Einsatz verschleißfest beschichteter Werkzeuge kann die Werkzeugstandzeit um mehr als 40 % verlängern.